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S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T ausgegeben am Montag, den 19.01.2026 um 10.30 UTC Leicht unbeständig am Rand eines Blockings über Nordeuropa. Meist nur leichte Niederschläge. __________________________________________________________ Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 26.01.2026 Am Donnerstag , dem ersten Tag des Mittelfristzeitraums, reicht eine blockierende Hochdruckzone vom Nordmeer über Skandinavien bis nach Osteuropa. An ihrem Rand wird sehr kalte kontinentale Luft nach Westen geführt, sie erreicht uns aber vorerst nicht und bleibt über Ost- und Nordeuropa. Tiefdruckgebiete laufen sich derweil über dem nahen Nordatlantik vor Westeuropa fest, oder werden mit ihren Ausläufern ins Mittelmeer gesteuert. Im Südwesten und Westen Deutschlands ist es recht mild, nach Nordosten hin gibt es Dauerfrost. Die östliche Strömung ist nach Norden zu recht kräftig mit teils stürmischen Böen an den Küsten. Am Freitag hält das blockierende Hoch über Nordosteuropa und die östliche bodennahe Strömung bei uns über Mitteleuropa. Ein Sturmtief über dem Ärmelkanal dreht später nach Nordwesten ein. Dessen Ausläufer können aber in abgeschwächter Form den Südwesten und Westen erreichen. Dort ist dann Regen möglich, örtlich gefrierend. An der See bleibt es teils stürmisch aus Ost. Während in die Nordosthälfte kalte Luft einfließt, in der oft Dauerfrost herrscht, sind im Südwesten und Westen mildere Luftmassen wetterbestimmend, die für Tageshöchstwerte von +2 bis +8 Grad gut sind. Am kommenden Wochenende zieht sich die Hochdruckzone etwas zurück und Deutschland rückt auf die Vorderseite eines Troges über West- und Südwesteuropa. Im Bodendruckfeld geraten wir in schwachgradientige Verhältnisse unter leichten Tiefdruckeinfluss. Der Wind lässt auch an den Küsten nach und die Reste der höhenmilden Luft werden getilgt. Allerdings bleibt ein Temperaturgegensatz über Deutschland bestehen. In der Nordosthälfte gibt es meist Dauerfrost, sonst liegen die Temperaturen zumindest tagsüber leicht über dem Gefrierpunkt. In den Nächten tritt meist leichter bis mäßiger Frost auf. Dazu kommen gebietsweise leichte Niederschläge, teils als Schnee, im Südwesten und Westen meist als Regen. Daran ändert sich trotz leichten Druckanstiegs auch zum Beginn der nächsten Woche nicht viel. Die Entwicklung in der erweiterten Mittelfrist wird sehr unsicher. Der aktuelle Lauf zeigt sogar das Übergreifen von atlantischen Tiefs mit milder Meeresluft bei uns. __________________________________________________________ Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs Die Konsistenz des europäischen Modells ist zunächst recht gut, sie schwächelt aber im Verlauf der Mittelfrist. Es ist allerdings auch schon zu Beginn nicht ganz raus, in welchem Maße abgeschwächte Tiefausläufer mit etwas Niederschlag den Südwesten erreichen. Am Wochenende sieht alles nach Tiefdruckeinfluss mit leichten Schnee-, im Südwesten Regenfällen aus. Zum Ende laufen die Lösungen auseinander. Die Vorläufe ließen aus Nordosten sehr kalte Kontinentalluft einfließen, die aktuelle Lösung bringt von Westen her Tiefausläufer mit Niederschlägen und milderer Meeresluft. __________________________________________________________ Vergleich mit anderen globalen Modellen Trotz einiger Unschärfen haben die anderen betrachteten Globalmodelle keine grundsätzlich anderen Lösungen parat. Der Trend geht zu leichter Unbeständigkeit mit einem Südwest- Nordosttemperaturgefälle. Eine extrem kalte Lösung, sprich die Zufuhr "sibirischer Kaltluft" nach Mitteleuropa ist nicht zu finden, auch wenn GFS in der erweiterten Mittelfrist einen Kaltlufttropfen von Nordosten zeigt, der dann tatsächlich mal eine Luftmasse mit T850< -10°C zu uns bringt. __________________________________________________________ Bewertung der Ensemblevorhersagen Die Ensembles stützen anhand der Rauchfahnen diverser deutscher Städte die Aussagen des Hauptlaufs. Der Spread der Kurven ist zunächst gering, der Hauptlauf fügt sich gut in die Ensembles ein. Zum Wochenende beginnen die Temperaturverläufe vor allem im Süden und Westen deutlicher zu streuen. Die Niederschlagssignale ab dem Wochenende sind schwach. Die Clusterung liefert bis +168 jeweils ein Cluster, das das starke Blocking zeigt. Es verlagert sich dabei aber retrograd Richtung Grönland. Über Mitteleuropa sind leicht zyklonale Verhältnisse erkennbar. Erst danach werden zwei Cluster angeboten. In Cluster 1 mit dem Hauptlauf und möglicher Milderung auf einer Trogvorderseite, Cluster 2 mit 23 Membern zeigt den sich regenerierenden Hochdruckeinfluss bei uns und die kalte Luft. _________________________________________________________ Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen Schwache Tiefausläufer können zum Freitag hin im Südwesten und Westen leichte Regenfälle bringen, die aber lediglich vereinzelt, weil es dort noch am mildesten ist, für gefrierenden Regen gut sein können. An den Küsten herrscht ein kräftiger Gradient, der stürmische Böen, vereinzelt Sturmböen von Donnerstag bis Samstag möglich macht. In den Nächten tritt zunächst im Osten und Südosten gebietsweise strenger Frost auf. Die Wahrscheinlichkeit dafür nimmt wegen der zunehmenden Bewölkung zum Wochenende hin eher ab. Kräftige Schneefälle sind aber unwahrscheinlich. ________________________________________________________ Basis für Mittelfristvorhersage Mos Mix, IFS und ENS ________________________________________________________ VBZ Offenbach / Dipl. Met. Bernd Zeuschner |
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