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S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Sonntag, den 24.03.2019 um 10.30 UTC



Im Laufe der Woche ruhiges Hochdruckwetter. Allmählich abnehmende
Niederschlagsneigung und Bewölkung und steigende Temperaturen.
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Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 31.03.2019


Am Mittwoch , zum Beginn des Mittelfristzeitraumes, liegt Deutschland nach dem
IFS im Bereich einer schwachen und leicht antizyklonalen nördlichen
Höhenströmung. Ein Höhenhoch liegt westlich des europäischen Kontinents, während
sich ein Trog über Osteuropa befindet. Bodennah bestimmt eine Hochdruckzone das
Bild, welche sich vom Atlantik ostwärts bis ins östliche Mitteleuropa erstreckt
und deren Achse über der Mitte Deutschlands liegt. Da der Schwerpunkt der
Hochdruckzone über den Britischen Inseln zu verorten ist, überwiegt bei uns
schwacher Nordwind, im Norden mit Tendenz zu West, im Süden mit Tendenz zu Ost.
Die wetterbestimmende Luftmasse ist recht kalt (um -3 Grad in 850 hPa) und
feucht, zudem greift von Nordwesten Warmluftadvektion über, die für Hebung
sorgt. Dies sorgt vielfach für bewölktes Wetter, vor allem im Nordosten auch mit
geringfügigem Regen. Die Höchstwerte der Temperatur liegen dann meist auch nur
um etwa 10 Grad.
Am Donnerstag tut sich nicht viel. Die nördliche Höhenströmung schwächt sich
noch etwas ab, weil sich das Höhenhoch nach Westen zurückzieht und der Trog sich
nach Osten verlagert. Zudem bekommt die Strömung von Osten her eine kleine
Delle. Das Bodenhoch verändert seine Lage kaum, auch die Luftmasse bei uns
ändert sich nur wenig, sie erwärmt sich allenfalls leicht. Weiterhin sorgt
feuchte Luft für Bewölkung, im Süden sind dabei die Chancen für Sonne am
größten, im Nordosten jene für geringfügigen Regen.
Am Freitag entwickelt sich Dank WLA in Richtung Skandinavien ein weiterer
Höhenhochschwerpunkt über Deutschland und auch bodennah etabliert sich ein
Druckmaximum über Mitteleuropa. Bei windschwachen Verhältnissen sorgt Absinken
für allmähliche Wolkenauflösung und leichte Erwärmung, die zunehmende
Globalstrahlung führt zu einem weiteren leichten Schub an Wärme tagsüber. Die
Nacht zum Samstag dürfte dann bei wenigen Wolken wieder leicht frostig werden.
Am Samstag verlagert sich der Höhenhochschwerpunkt unter Abschwächung nach Osten
und von Norden setzt eine leichte Austrogung der Zone hohen Potenzials zu.
Bodennah fällt der Druck, wir befinden uns aber weiterhin im Bereich einer
Hockdruckzone, wenngleich selbige recht flach ist. Ein neuer Hochschwerpunkt
nähert sich von Westen her Irland. Im Tagesverlauf erreichen die Wolken einer
schwachen Kaltfront von Norden her Deutschland, am freundlichsten bleibt es noch
im Süden, wo sich auch die Erwärmung noch etwas fortsetzt. Niederschlag fällt
kaum.
Nächsten Sonntag setzt sich die Austrogung fort und ein kräftiger Trog schwenkt
dann über den Nordosten Deutschlands. Die Kaltfront schwenkt weiter nach Süden
durch und aktiviert sich durch PVA immer mehr, so dass es nach Süden und Osten
hin häufiger regnet. Rückseitig der Kaltfront fließt wieder etwas kältere Luft
ein.
In der erweiterten Mittelfrist soll sich rückseitig des Troges das Bodenhoch von
Irland her über uns hinweg ostwärts verlagern, so dass nach dem Einfließen
kälterer Luft wieder zunehmend freundliches Wetter zu erwarten ist nachfolgend
mit auf südlichen Richtungen drehendem Wind wieder eine Milderung.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Die Konsistenz des aktuellen IFS-Laufes mit seinen beiden Vorgängerläufen ist
bis Freitag/Samstag zumindest im Mitteleuropäischen Raum recht gut. Der gestrige
Lauf zeigt aber das Hoch westlich von Irland nicht, womit es dann auch nicht zu
der Austrogung kommt, die uns am Sonntag die Kaltfront bringt. Wir bleiben dann
vielmehr unter schwachem Hochdruckeinfluss. Der gestrige 00-UTC-Lauf zeigt
dagegen eine ähnliche Entwicklung wie der heutige 00-UTC-Lauf.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Bis einschließlich Freitag zeigen die vorliegenden Modelle eine im Großen und
Ganzen ähnliche Entwicklung. Allerdings deutet ICON schon den Übergang zu einer
etwas alternativen Entwicklung an, bei welcher ein kräftiges Hoch über Russland
eine Kaltlufttropfen am Samstag Richtung Südosteuropa lenkt, während die
Hochdruckzone gleichzeitig auch von Nordwesten angegriffen wird. Am Sonntag
zeigt ICON dann eine Hochdruckbrücke nordwestlich unseres Landes, die das
Russlandhoch mit dem Azorenhoch verbindet und bei uns für eine östliche Strömung
sorgt. IFS und GFS und haben dagegen das westliche Hoch über Irland als das
dominierende Hoch, an dessen Ostflanke dann der Trog in Richtung östliches
Mitteleuropa vorstößt. GEM und NAVGEM zeigen dagegen das Irlandhoch nicht. Bei
GEM greift dann allmählich die westliche Höhenströmung von Norden her über, in
welcher erst am Montag ein vergleichsweise flacher Trog über uns hinwegschwenkt.
NAVGEM ist bis zum Prognoseende recht antizyklonal aufgestellt.

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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Das Ensemble des IFS wird im Zeitraum Fr, 00 UTC bis So, 00 UTC auf fünf
verschiedene Cluster abgebildet: C1 (13 Mitglieder, diesem ist auch der
Hauptlauf zugeordnet) spiegelt im Wesentlichen die Entwicklung des Hauptlaufes
wider. C2 (12 Mitglieder) ist insgesamt stärker antizyklonal aufgestellt, ähnelt
als eher NAVGEM. C3 (12 Mitglieder incl. Kontrolllauf) zeigt das Irlandhoch
nicht und lässt eher eine Westströmung von Norden her übergreifen wie GEM. C4 (7
Mitglieder) zeigt das stärkere Russland hoch und einen von Osten herannahende
Kaltlufttropfen. C5 (7 Mitglieder) ist dagegen wieder eher eine antizyklonale
Variante. Somit besteht noch recht viel Unsicherheit zum Ende der Mittelfrist.
Die Rauchfahnen für Erfurt (Mitte Deutschlands) zeigen von Mittwoch bis Samstag
einen Anstieg der Temperatur bei gleichzeitig schon deutlicher Zunahme der
Unsicherheit. Zum Sonntag geht der Schwerpunkt der Ensemblemitglieder wieder
etwas nach unten, aber bei weitem nicht so stark wie der Hauptlauf. Es gibt auch
Läufe, welche mild bleiben. Etwas deutlicher ist der Rückgang beim Geopotenzial
ab Samstag, wenn auch mit deutlich zunehmenden Unsicherheiten. Bis zum
Donnerstag finden sich bei sehr vielen Läufen Signale für schwachen Regen,
Freitag und Samstag sind dann etwas trockener, ab Sonntag nehmen die Signale
wieder zu. Die GFS-Rauchfahnen zeigen bei der Mehrheit der Ensemblemitglieder
einen Temperaturrückgang nächsten Sonntag, welcher bei Haupt- und Kontrolllauf
auch sehr massiv ausfällt. Mit dem Geopotenzial verhält es sich ähnlich wie bei
den IFS-Ensembles.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Zum Ende der Mittelfrist am kommenden Sonntag zeigt das IFS-EPS schwache Signale
für stürmische Böen an den Küsten und in Schleswig-Holstein.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX, IFS-EPS
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Peter Hartmann


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