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S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Mittwoch, den 04.02.2026 um 10.30 UTC



Zeit- und gebietsweise meist leichte Niederschläge, dabei teils Glatteis, vor
allem im Nordosten Unwetter nicht ausgeschlossen. Im Nordosten mäßig kalt, im
Westen mild bis sehr mild, häufig Nachtfrost.
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Synoptische Entwicklung bis zum Mittwoch, den 11.02.2026


Zu Beginn der Mittelfrist am Samstag verlagert sich das markante, blockierende
Hochdruckgebiet über Osteuropa weiter ostwärts. Über Skandinavien etabliert sich
ein neues Hoch. An dessen Südrand weht der Ostwind im Küstenumfeld lebhaft, aber
voraussichtlich nicht warnwürdig. Insgesamt ist die Geopotenzialverteilung recht
schwach und nicht klar definiert, tendenziell eher mit einer flachen
Geopotenzialrinne zu beschreiben. Von der Tiefdruckzone bei den Britischen
Inseln ausgehend liegt dabei eine okkludierte Front diagonal über Deutschland,
die sich im Tagesverlauf nordostwärts verlagert. Dabei treten zeit- und
gebietsweise überwiegend leichte Niederschläge auf, die sich mit der
Nordostverlagerung in Richtung hohem Luftdruck noch weiter an Intensität
einbüßen. Dabei fällt voraussichtlich überwiegend Regen, die Temperaturen in 850
hPa liegen meist um 0 Grad, im Westen/Südwesten etwas darüber, im
Osten/Nordosten teils etwas darunter. Daher liegt die Schneefallgrenze
tendenziell oberhalb von 700 bis 800 m, teils auch darüber. Zudem sind die
Mengen dann recht gering, so dass allenfalls im östlichen Bergland mal eine
dünne Schneedecke nicht ausgeschlossen werden kann. In Anbetracht der vor allem
im Nordosten teils tief gefrorenen Böden besteht erhöhte Glättegefahr durch am
Boden gefrierenden Regen. Diese Gefahr ist bei leicht positiven
Tageshöchstwerten tagsüber geringer als in den Früh- und Abend-/Nachtstunden. Es
ist überwiegend stark bewölkt, Auflockerungen können sich im Tagesverlauf am
ehesten im Westen und Südwesten zeigen, nachts bildet sich dann gebietsweise
Nebel. Mit Ausnahme der westlichen Landesteile, vor allem in tiefen Lagen
entlang der Flüsse, meist leichter Nachtfrost.

Am Sonntag dehnt das Skandinavienhoch seinen Einflussbereich über die Ostsee
aus, der Schwerpunkt verlagert sich südostwärts. Di okkludierten Frontenreste
über dem Nordosten schwächen sich dadurch weiter ab. Die sehr leichten
Niederschläge (und damit auch die Glättegefahr) sollte im Tagesverlauf
abklingen, die Bewölkung bleibt aber wohl noch recht dicht. Ein weiterer
okkludierter Tiefausläufer greift mit dichter Bewölkung und leichtem Regen auf
den Westen/Nordwesten über, die Phase sollte weitgehend unkritisch sein,
lediglich in den Abend- und Nachtstunden kann mit Übergreifen der leichten
Regenfälle in die Frostluft (Nachtfrost) gebietsweise die Glättegefahr etwas
erhöht werden. Aufgrund der geringen Mengen dürften markante Warnungen wohl die
Ausnahme bleiben (Unwetter eher unwahrscheinlich). Im Norden nimmt der Gradient
mit der Südostverlagerung des Hochs noch etwas zu, an nord- und Ostsee weht er
frisch bis stark um Ost, in exponierten Küstenabschnitten vor allem an der
Ostseeküste auch teils mit stürmischen Böen. Außerdem strömt in der mittleren
Troposphäre wieder kältere Luft von Osten her ein, die 850 hPa-Temperaturen
sinken in der Nordosthälfte wieder auf -2 bis -5 Grad. Im Rest des Landes
dominiert eine gradientschwache, leicht antizyklonale Witterung, Nebel aus der
Nacht löst sich teils nur zögernd auf.


Am Montag verlagert sich der Hochschwerpunkt weiter südostwärts nach Osteuropa
(Belarus, Ukraine). Deutschland liegt im Übergangsbereich zur westeuropäischen
Tiefdruckzone in einem relativ gradientschwachen Umfeld, im Tagesverlauf eher
flache Trogausläufer und greifen auf Deutschland über. Dabei überwiegt stärkere
Bewölkung, im Süden lösen sich Nebelfelder aus der Nacht nur langsam, teils auch
gar nicht auf. Geringe Niederschläge sind aus dem Nebel/Hochnebel oder auch im
Nordwesten/Norden aus der dichten Bewölkung nicht ganz ausgeschlossen. Diese
fallen im Süden und Nordwesten eher als Sprühregen, nachts bei leichtem Frost
streckenweise Glättegefahr, im Norden/Nordosten ist eher leichter
Schneefall/Schneegriesel mit lokaler Glätte zu erwarten. Markante Glätte ist
zumindest aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich. In der Nacht zum Dienstag
verdichtet sich der Nebel wieder.

Am Dienstag verliert das Osteuropahoch durch weitere Ostverlagerung weiter an
Einfluss, von Westen greift der Trog und auch das korrespondierende Bodentief
mit Zentrum westlich von Irland auf Deutschland über. Von Westen her setzt
zumindest dabei auch Milderung ein (850 hPa-Temperaturen über 0 Grad), im
Nordosten und Osten hält der Ostwind noch dagegen, die 850 hPa-Temperaturen
bewegen sich noch meist zwischen -1 und -6 Grad. Im Nordosten gebietsweise
wieder Dauerfrost. Die sich vom Südwesten ost-/ nordostwärts ausbreitenden
Niederschläge fallen im Westen und Südwesten überwiegend als Regen, Schnee ist
nur im höheren Bergland dabei. Beim Vorankommen in die mittleren und vor allem
nördlichen/nordöstlichen Landesteile ab Dienstagabend/Nacht zum Mittwoch fällt
auf der kalten Seite Schnee. Im Übergangsbereich auch gebietsweise gefrierender
Regen mit markanter Glatteisbildung (Unwetter nicht ausgeschlossen). Die
Neuschneemengen bleiben eher gering.

Am Mittwoch wird das Wetter von tiefem Luftdruck bestimmt. Wir liegen unter dem
Langwellentrog, das Bodentief verlagert sich in Richtung Deutschland - wobei die
genaue Ausgestaltung hinsichtlich Zugbahn und Intensität noch unsicher ist. Der
aktuelle IFS-Lauf zeigt hier eine recht markante Entwicklung. Insgesamt ist es
unbeständig mit wiederholten Niederschlägen, die Milderung von Südwesten dehnt
sich nordwärts aus. Bodennah bleibt die kalte Grundschicht aber vor allem im
Norden und Nordosten erhalten, zudem sind die Böden dort nach wie vor gefroren.
Es fällt überwiegend Regen, im höheren Bergland und im Norden/Nordosten teils
Schnee. Im Übergangsbereich besteht die markante, ggf. unwetterartige
Glätteproblematik (Glatteis) fort. Im Nordosten teils leichter Dauerfrost. Die
Niederschlagsmengen können gebietsweise erhöhte sein, hier ergeben sich aber
noch größere Unsicherheiten. Ob Warnschwellen bzgl. Dauerregen, im Westen und
der Mitte ggf. auch bzgl. Tauwetter überschritten werden, bleibt abzuwarten.

In der erweiterten Mittelfrist stehen die Zeichen beim EZMW tendenziell auf
zyklonal, je nach genauer Ausgestaltung ist dabei zum Ende der kommenden Woche
auch ein neuer Kaltluftvorstoß von Skandinavien nicht ausgeschlossen.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Die Konsistenz der vorliegenden Modellläufe des EZMW ist gut und zeigt im
Grundtenor zunächst eine gradientschwache und insbesondere im Osten und
Nordosten leicht antizyklonal dominierte Witterung. Ab Dienstag deutet sich mit
Ostverlagerung des Hochs von Westen zunehmender Tiefdruckeinfluss an. Mit der
zunehmenden Zyklonalität zeigen sich vor allem ab Dienstag zunehmende Timing-
und Amplitudenunterschiede zwischen den Modellläufen.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Andere Globalmodelle simulieren recht ähnliche Grundmuster, mit einigen und zum
Ende der Mittelfrist zunehmenden Differenzen hinsichtlich Amplitude und Timing,
die aber zumindest aus aktueller Sicht für Deutschland kaum prognoserelevant
sind.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


In der Clusteranalyse des EZMW wird über die gesamte Mittelfrist bis in den
erweiterten Mittelfristbereich lediglich ein Cluster gezeigt. Damit kann man die
grobe Vorhersage der Grundstruktur insgesamt als recht gesichert ansehen. Die
beschriebenen Amplituden- und Timingunterschiede sind offenbar so gering, dass
sie sich nicht in der Clusterung niederschlagen. Die Vorhersage im Detail ist
aufgrund der Problematik der kalten Grundschicht und der Niederschlagsphase
dennoch mit Unsicherheiten im Detail behaftet. Erst ab Mitte Februar (+264 h)
werden fünf Cluster gezeigt, eine Diskussion zu deren Unterschieden würde an
dieser Stelle ab zu weit führen...
Die betrachteten Rauchfahnen einiger deutscher Städte zeigen ebenfalls eine
recht gute Bündelung der Kurvenschar. Das Niederschlagsminimum wird durchweg im
Bereich Sonntag bis Dienstag (je nach Standort) gezeigt. Die Temperatur in 850
hPa beginnt etwa zum Dienstag/Mittwoch damit einen größeren Spread zu zeigen,
tendenziell sind es aber überwiegend Einzellösungen. Auch der oben kurz erwähnte
Kaltluftvorstoß zum Ende der kommenden Woche, wie sie der aktuelle
IFS-Modelllauf zeigt, ist eher als Minderheitslösung zu betrachten. Beim
Geopotenzial in 500 hPa zeigt sich ein ähnliches Muster mit guter Bündelung bis
etwa Dienstag, wobei hier ab Beginn der kommenden Woche der Trend insgesamt und
klar in Richtung Geopotenzialfall geht.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Entscheidend für das Warngeschehen ist sicher nach wie vor die Phase der
Niederschläge, die zu Beginn der Mittelfrist auftreten und dann zunehmend auch
ab Dienstag (eventuell auch bereits ab der Nacht zum Dienstag).

GLÄTTE/GLATTEIS/FROST/SCHNEEFALL:
Zeit- und gebietsweise erhöhte Glättegefahr durch am Boden gefrierenden Regen.
Am Samstag bis voraussichtlich in den Sonntag hinein vor allem im Nordosten
teils markante Glatteisgefahr (Unwetter nicht ganz ausgeschlossen), im höheren
Bergland ggf. geringer Schneefall mit allenfalls dünner Neuschneedecke.
Nachlassende Intensität. Sonntagabend bzw. in der Nacht zum Montag im Nordwesten
stellenweise Glätte durch gefrierenden Regen nicht ganz ausgeschlossen.
Am Dienstag von Südwest nach Nordost ausbreitende Niederschläge, meist Regen,
Richtung Mitte/Nordosten bei Eintreffen ab Dienstagabend/Nacht zum Mittwoch
teils Schnee, teils beim Übergang von Schnee und Regen sowie im Zusammenspiel
mit den weiterhin häufig gefrorenen Böden Glatteisgefahr. Fortsetzung der
Niederschläge mit Schnee bzw. teils Übergang in Regen mit Glatteisgefahr in der
Nordosthälfte (Unwetter nicht ausgeschlossen) bis in die Nacht zum
Donnerstag/Donnerstag tagsüber. Sonst nur im höheren Bergland teils Schneefall.

Mit Ausnahme tiefer Lagen (vor allem entlang der Flüsse) im Westen meist
leichter, im Osten teils auch mäßiger Frost. Im Nordosten ab Montag/Dienstag
teils auch wieder leichter Dauerfrost.

DAUERREGEN/TAUWETTER:
Am Dienstag deuten sich dann auch erhöhte Niederschlagsmengen im Westen und
Südwesten an, ob dabei Warnschwellen überschritten werden, bleibt abzuwarten.
Ggf. muss man auch das Thema Tauwetter im Hinterkopf behalten, allerdings
scheint es zwischenzeitlich schon recht mild, so dass größere Teile des Schnees,
der momentan insbesondere in den mittleren Landesteilen liegt, bereits getaut
sein dürfte.

WIND/STURM:
Am Südrand des Skandinavienhochs können an der Nord- und Ostsee am Sonntag
starke bis stürmische Böen aus Ost bis Südost auftreten, an exponierten
Küstenabschnitten vor allem der Ostsee teils stürmische Böen (Bft 8).
Zum Ende der Mittelfrist (am Mittwoch) kann der von Westen zunehmende Gradient
voraussichtlich auch zumindest gebietsweise für starken bis stürmischen Wind, im
Bergland auch für Sturmböen sorgen, wobei die Ausprägung des übergreifenden
Tiefs noch recht unterschiedlich simuliert wird.
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Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, IFS-EPS, MOS-Mix
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Sabine Krüger


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