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S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T ausgegeben am Samstag, den 28.02.2026 um 10.30 UTC Weitgehend ruhige, hochdruckdominierte Witterung. Trocken. Mild bis sehr mild, gebietsweise leichter Nachtfrost. __________________________________________________________ Synoptische Entwicklung bis zum Samstag, den 07.03.2026 Zu Beginn der Mittelfrist am Dienstag befindet sich Deutschland im Einflussbereich hohen Geopotenzials, genauer unter einem flachen Keil. Auch am Boden herrscht hoher Luftdruck bei relativ geringen Luftdruckgegensätzen. Eine kleine Schwachstelle deutet sich in Richtung Ostalpenraum. Dort ist ein recht flacher Kaltlufttropfen erkennbar, der im Bereich der bayerischen Alpen eventuell einzelne (Schnee-) Schauer bringen kann. Sonst startet der Tag gebietsweise mit Nebel, nachdem sich diese nächtlichen Nebelfelder voraussichtlich bis spätestens Mittag auflösen, zeigt sich häufig die Sonne. Bei 850 hPa-Temperaturen zwischen 2 und 6 Grad liegen die Tageshöchsttemperaturen meist zwischen 13 Grad im Nordosten und bis zu 18/19 Grad entlang des Rheins, im direkten Umfeld von Nord- und Ostsee bleibt es kühler. In der Nacht zum Mittwoch bildet sich erneut gebietsweise Nebel, sonst ist es meist klar oder gering bewölkt. In der Südosthälfte des Landes kann gebietsweise leichter Nachtfrost auftreten. Von Mittwoch bis Samstag ändert sich insgesamt wenig am grundlegenden Strömungsmuster. Unser Vorhersagegebiet liegt im Bereich eines Keils bzw. Höhenhochs, das sich gegenüber Dienstag zunächst noch kräftigt und seinen Schwerpunkt nur ganz langsam in Richtung Westen/Nordwesten verlagert. Es etabliert sich eine blockierende Omegalage. Die Frontalzone liegt daher weiter im Norden und tangiert Deutschland nicht. Der Bodenhochschwerpunkt liegt relativ konstant im Bereich des nördlichen Osteuropas. Damit dominiert weiterhin störungsfreies und überwiegend freundliches Wetter. Abgesehen von ein paar nächtlichen Nebelfeldern ist es also überwiegend gering bewölkt, teils auch sonnig. Mit einer östlichen Strömungskomponente am Südrand des Bodenhochs sickert zumindest in den Osten zeitweise etwas kühlere Luft mit 850 hPa-Temperaturen um oder leicht unter 0 Grad ein. Das ändert insgesamt aber wenig am Temperaturniveau: es bleibt mild, im Westen und Südwesten teils sehr mild. Leichter Nachtfrost kann gebietsweise mindestens bis in die Nacht zum Freitag weiterhin auftreten. Zum Ende der Mittelfrist bzw. in der erweiterten Mittelfrist schwächt sich das Höhenhoch bzw. der Keil voraussichtlich allmählich ab, das Bodenhoch verlagert sich peu à peu ostwärts. Damit können allmählich wieder Tiefdruckgebiete und deren Ausläufer von Westen übergreifen und das Wetter wechselhafter gestalten. __________________________________________________________ Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs Die Konsistenz ist für unseren Vorhersagebereich gut und zeigt insgesamt einen antizyklonal dominierten, weitgehend störungsfreien Witterungsabschnitt. Allerdings lässt sich auch feststellen, dass die genaue Ausgestaltung und Intensität der Geopotenzial- und Bodendruckfelder rund um das blockierende Hoch durchaus unterschiedlich simuliert wird. Eine mögliche Prognoserelevanz dieser Unsicherheiten deutet sich beim IFS aber erst zum Ende der Mittelfrist bzw. in der erweiterten Mittefrist an. __________________________________________________________ Vergleich mit anderen globalen Modellen Andere Globalmodelle setzen zunächst ebenfalls auf hochdruckdominiertes Wetter, allerdings deuten sowohl ICON als auch GFS einen möglichen Übergang zu zyklonalerem Einfluss und damit von Westen allmählich wieder wechselhafter Witterung bereits ab Freitag an. IFS liefert demnach die Variante, die am nachhaltigsten antizyklonal aufgestellt ist. __________________________________________________________ Bewertung der Ensemblevorhersagen Die Clusteranalyse des IFS zeigt für den ersten Zeitraum von Dienstag 00 UTC bis Mittwoch 00 UTC (+72 bis +96 h) fünf Cluster, alle im Regime Blocking. Bereits bei der Konsistenzbetrachtung wurde erwähnt, dass außerhalb unseres Bereiches durchaus einige Unterschiede in der Trog-Keil-Struktur zu finden sind. Somit sind sämtliche Differenzen ohne Prognoserelevanz für unser Vorhersagegebiet. Im Folgezeitraum von Donnerstag 00 UTC bis Samstag 00 UTC (+120 bis + 168 h) werden vier Cluster gezeigt, auch hier sind diese Unterschiede wohl (noch?) nicht prognoserelevant für Deutschland, allerdings deutet sich in Cluster 3 mit insgesamt 11 Membern inklusive dem Haupt- und Kontrolllauf eine allmählich zyklonalere Variante an, in der sich der Trog östlich von uns süd-/südwestwärts ausdehnt und damit ggf. den Süden/Südosten des Landes beeinflussen könnte. Bisher ist dies aber eine Außenseiterlösung, die Mehrzahl der Ensemblemember (Cluster 1,2 und 4 mit insgesamt 40 Membern) setzt auf Persistenz und damit weiterhin antizyklonalen Einfluss. Die Umstellung zu einer eher zyklonaleren Strömung in der erweiterten Mittelfrist stellt die Clusteranalyse etwas in Frage. Es werden ab Sonntag 00 UTC (ab 8. März, +192 bis +240 h) insgesamt vier Cluster angeboten, nur einer davon (Cluster 3, 11 Member) lässt eine Trogannäherung von Westen zu und gehört demnach dem Regime NAO positiv an, ein weiterer (Cluster 4 mit 10 Membern) hat die Schwachstelle eher im Süden/Südosten mit einem kleinen Höhentief bzw. Trog und weiterhin einem Blocking. Die beiden anderen Cluster mit insgesamt 30 Membern (inkl. Haupt- und Kontrolllauf) setzen weiter auf Blocking mit Schwerpunkt des Höhenhochs direkt über dem südlichen Nordeuropa und Mitteleuropa. Ein ähnliches Bild liefern die Rauchfahnen quer durchs Land. Das Geopotenzial bleibt mit recht geringem Spread bis einschließlich Donnerstag auf hohem Niveau. Ab Freitag nimm der Spread zu, wobei die Ausreißer nach unten, also zu geringerem Geopotenzial hin, nur von einzelnen Membern gezeigt werden. Niederschlagssignale sind zunächst keine vorhanden, ab Freitag/Samstag springen ganz vereinzelte Member an. Auch das Temperaturniveau in 850 hPa bleibt mit recht kleinem Spread zunächst hoch, die Kurvenschar weitet sich auch hier ab Donnerstag/Freitag allmählich, aber auch hier nur in Form von einzelnen Membern. _________________________________________________________ Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen In der Südosthälfte tritt gebietsweise leichter Nachtfrost auf. Markante Wetterereignisse werden im gesamten Mittelfristzeitraum nicht erwartet. ________________________________________________________ Basis für Mittelfristvorhersage IFS, IFS-EPS, MOS-Mix ________________________________________________________ VBZ Offenbach / Dipl. Met. Sabine Krüger |
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