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S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 14.03.2026 um 10.30 UTC



Hochdruckeinfluss beschert uns ereignisarmes Frühlingswetter.
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Synoptische Entwicklung bis zum Samstag, den 21.03.2026


Fazit vorweg: Mit steigendem Luftdruck erwartet uns ab Mittwoch eine längere
trockene und etwas mildere Phase. In der erweiterten Mittelfrist nimmt der
Tiefdruckeinfluss wieder zu.

Am Dienstag , erster Tag der Mittelfrist, verstärkt sich der Hochdruck am Boden.
Dabei zieht das Zentrum über Süddeutschland nordostwärts und knüpft dort ans
Russlandhoch an. In der Höhe liegt anfangs noch der Trog über der Osthälfte. Er
kann aber dem Druck eines Keils über Westeuropa nicht standhalten und tropft ein
Tief ab, das sich allmählich auffüllt und süd-südostwärts verlagert. Das
Höhentief reaktiviert die Restfeuchte im Süden, sodass sich dort im Tagesverlauf
ein paar Schauer bilden.
Auf dem Atlantik herrscht indessen Tiefdruck vor, der von einem kräftigen Trog
gestützt wird. Von einem Tief bei Island hängt ein langes Frontensystem nach
Westeuropa und auf den Atlantik. Die Warmfront zieht im Tagesverlauf von Westen
herein. Daran geknüpft ist ein bisschen Niesel oder schwacher Regen sowie
mildere Luft. In 850 hPa steigt die Temperatur im Westen auf knapp über 0, im
Osten auf -3 Grad.
Der Höhenkeil reicht in der Nacht zum Mittwoch von Nordafrika über den
westlichen Mittelmeerraum nach Westeuropa und biegt sich dort ostwärts über
Norddeutschland, Dänemark und Südschweden bis zum Baltikum.

Am Mittwoch dehnt sich ein Hoch über dem fernen Atlantik ostwärts aus. Der Trog
wird zerschnitten, das Islandtief nordostwärts geschoben. Aus dem südlichen
Höhentief entsteht ein kräftiges Bodentief, das vor der portugiesischen Küste
auf seinen Einsatz wartet. Zeitgleich dehnt sich das auch bei uns bestimmende
Hoch westwärts aus. Im Laufe des Abends knüpfen beide aneinander an. Damit liegt
eine Hochdruckbrücke über Deutschland und wir geraten in eine recht trockene
Ost- bis Südostströmung. Diese kann auf den Gipfeln der südlichen Gebirge für
ein paar stürmische Böen sorgen. In 850 hPa steigt die Temperatur auf 0 bis +3
Grad.

Am Donnerstag dehnt sich der Hochdruck am Boden über weite Teile Europas aus.
Nur der Norden sowie der Südwesten und Südosten liegen unter Tiefdruckeinfluss.
In der Höhe wird das hohe Geopotenzial von Osten her abgebaut. Ein Höhentief
nähert sich dem Osten und Südosten Deutschlands. Da es in den Hochdruck läuft
passiert nicht viel.

Auch am Freitag hält der Hochdruck am Boden an. Das Zentrum liegt über der
Nordsee, Südskandinavien, Dänemark, Norddeutschland und Teilen der Ostsee. In
der Höhe fließt etwas kühlere Luft (0 bis -2 Grad) aus Osten ins Land. Am
Samstag verlagert sich das Bodenhoch langsam ostwärts. In der Nacht liegt das
Zentrum über der Ostsee, dem Baltikum und Westrussland.

Ab Sonntag macht sich von Südwesten her tiefer Luftdruck bemerkbar. Dabei wird
die Luft langsam feuchter. Ab Montag steigt die Wahrscheinlichkeit für Regen von
Westen her.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Lange Zeit herrscht in der Mittelfrist Konsistenz zwischen den letzten
IFS-Läufen: der Jahreszeit entsprechend temperierter Hochdruckeinfluss ohne viel
Wetter. Erst zum Samstag werden die Unterschiede groß. In den Vorläufen brachte
ein Höhentief wieder deutlich kältere und feuchtere Luft von Nordosten her. Im
aktuellen Lauf nimmt das Geopotenzial zwar auch ab, aber ohne Kaltlufteinbruch.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Auch im Vergleich mit anderen Modellen herrscht lange Zeit große Einigkeit. Zum
Ende der Woche driften aber alle Modelle auseinander. Dabei simuliert ICON ein
kaltes Höhentief über Polen (ähnlich IFS gestern), GFS hingegen nur ein mäßig
kaltes über Norddeutschland.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die Clusteranalyse liefert - wenig überraschend - durchgehend Blocking. Die
Unterschiede der verschiedenen Cluster für Deutschland sind bis Freitag als
gering abzutun. Erst ab Samstag erreicht die Variabilität durchaus
Wetterrelevanz.

Die Rauchfahnen sind anfangs recht eng, der Trend erstmal ansteigend. Zum
Wochenende wird der Trend aber rückläufig und der Spread größer. Dabei sind
etliche Temperaturensembles am Dienstag und Mittwoch etwas milder als der
Kontrolllauf. Das kehrt sich Freitag und Samstag um, da liegt der Lauf häufiger
am oberen Ende der Ensembles. Der Niederschlag gibt ab Mittwoch ein trauriges
Bild ab. Von "verbreitet" oder "ausreichend" ist in der Mittelfrist nicht
auszugehen.

Die Ensembles des GFS und IFS sind denen des IFS ähnlich. Haupt- und
Kontrolllauf sind hier aber zentrierter.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Abgesehen von den stürmischen Böen oder Sturmböen am Mittwoch auf den Gipfeln
der südlichen Berge gibt es in der Mittelfrist keine markante Wettererscheinung.
Der EFI zeigt keinerlei ungewöhnliches Wetter.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-Mix, MOS-IFS
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Jacqueline Kernn


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